5 Jahre seit Inkrafttreten des Atomverbotsvertrags (AVV)!


Weltweit begehen wir den 5. Jahrestag, seit der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen internationales Recht wurde. 

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen einen Unterschied macht:

Atomwaffen illegal und illegitim machen

Der Vertrag hat die Rechtslücke geschlossen! Atomwaffen sind mittlerweile völkerrechtlich verboten. Darüber hinaus hat der Vertrag das atomare Tabu verschärft, indem es eine neue internationale Norm geschaffen hat, wonach Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären und ökologischen Schäden, die sie verursachen, niemals eingesetzt werden dürfen. AVV-Staaten haben nukleare Bedrohungen unmissverständlich verurteilt und andere Staaten ermutigt, dasselbe zu tun – beispielsweise durch die G20. Der AVV ist der erste multilaterale Vertrag, der nukleare Bedrohungen verbietet. Es hat den internationalen Konsens gefestigt, dass nukleare Bedrohungen unzulässig sind.

Forderung nach nuklearer Gerechtigkeit

Vor dem Inkrafttreten des AVV gab es für die Staaten nur wenige Möglichkeiten, Opferhilfe und Umweltsanierung in einem multilateralen Rahmen und gezielt zu diskutieren. Der Vertrag hat den Kampf für nukleare Gerechtigkeit in den Vordergrund gerückt und ein wichtiges Forum für Gemeinschaften geschaffen, die vom Einsatz und der Erprobung von Atomwaffen betroffen sind, um ihren anhaltenden Bedarf zu diskutieren.

Kürzung der finanziellen Unterstützung für die Herstellung, Entwicklung und Produktion von Atomwaffen

Hunderte Banken, Pensionsfonds und andere Finanzinstitute haben zugesagt, niemals Atomwaffen produzierende Unternehmen zu finanzieren, mit der Begründung, dass solche Waffen mittlerweile nach internationalem Recht verboten seien.

Bereitstellung eines Sammelplatzes für diejenigen, die ein endgültiges Ende der Atomwaffen fordern

Vertreter Hunderter Nichtregierungsorganisationen sowie Parlamentarier, Bürgermeister, religiöse Führer und Akademiker haben an jedem AVV-Treffen der Vertragsstaaten teilgenommen. Neue Akteure sind mit von der Partie.

Was kann ich machen?

Atomwaffen betreffen uns alle, also liegt es an uns allen sich gegen die Bedrohungen und das absurde Konzept zu wehren, dass sie irgendeine Sicherheit bieten. Dieser Jahrestag ist eine Gelegenheit zu feiern, dass die weltweite Mehrheit der Länder den Vertrag unterzeichnet hat.

Feiern wir mit, wie am 22. Januar in Marbach oder am 25. Januar in Mutlangen.

Weitere Infos:
– Aktionsbündnis „atomwaffenfrei jetzt“: https://www.atomwaffenfrei.de/22-januar-2026-5-jahre-atomwaffenverbot/
– ICAN: https://www.icanw.org/5years_tpnw

Roland Blach ist Teammitglied der Friedenswerkstatt Mutlangen.

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