Pressehütte Mutlangen

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Atomwaffen:   "Zeit für die Rente!"

Jugendreise

Die Jugend hat sich Gehör verschafft. Auf der UN-Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag repräsentierten Fatih Özcan und Barbara Streibl in einer Jugendrede die Generation, die Atomwaffen ablehnt. Kai Hagen aus Mutlangen war einer der Autoren der Rede.

„Atomwaffen sind jetzt 65 Jahre alt“, stellte Fatih Özcan fest, „denken Sie nicht, es ist Zeit, sie in Rente zu schicken?“ Seit 2005 ergreifen Jugendliche weltweit die Gelegenheit, ihre Forderung einer atomwaffenfreien Welt an die 189 Vertragsstaaten heranzubringen. Als Thema der Rede haben die Jugendlichen das Leben auf der Erde gewählt. Mit Zitaten von jungen Menschen auf der ganzen Welt illustrierten sie, was das Leben ausmacht und welche einfachen, aber wertvollen Dinge durch Atomwaffen zerstört werden könnten. „Rettet die Erde – sie ist unsere einzige Quelle für Schokolade!“, zitierten die Redner eine Jugendliche aus Frankreich. Als die Generation, die nach dem Kalten Krieg geboren wurde, baut die Jugend nicht auf Sicherheit durch Waffen, sondern durch Vertrauen. In einer vernetzten Welt ist der Begriff Feindseligkeit für sie ein Fremdwort.

Während „Präsident Barack Obama auf das gewünschte Ziel am Horizont gezeigt hatte“, fordern die Jugendlichen die Vertragsstaaten auf, „konkrete Schritte“ dorthin zu unternehmen. Anstatt Geld und Technik in Instrumente zum Töten zu investieren, könnte man selbes auch für den Zugang zu trinkbarem Wasser, ausreichender Nahrung und Medizin einsetzen. Die Weltgemeinschaft habe heutzutage die Möglichkeit, auf Nukleartechnologie zu verzichten, die nicht nur Energie, sondern auch radioaktiven Abfall, Ziele für Terroristen und die Gefahr der Weiterverbreitung mit sich bringe.

Es handelte sich um die fünfte Jugendrede im Rahmen der Präsentationen von Nicht-Regierungs-Organisationen vor den Vertragsstaaten. Auf Initiative der Pressehütte Mutlangen arbeiten Jugendliche seit 2005 gemeinsam und öffentlich im Internet am Inhalt der einzelnen Reden. Die Redner werden vor Ort von Jugendlichen gewählt. Inzwischen ist ein eigenes europäisches Jugendnetzwerk für die Abschaffung von Atomwaffen entstanden. „BANg“ koordiniert den Prozess der Jugendrede. „Wir mussten viele Stellen kürzen, um die Textlänge einzuhalten“, meinte Kai Hagen aus Mutlangen, „Obwohl wir Jugendliche so viel zu sagen hätten, läuft es auf das Eine hinaus: Schafft diese Waffen endlich ab!“ Weitere Informationen und die Redetexte finden Sie auf https://www.facebook.com/banallnukes?_rdr

„Ich möchte in einer Welt leben, in der der Norden den Süden als Freund und Partner betrachtet, der Hilfe benötigt. Wir müssen beidseitige Ergebnisse erreichen und zusammen gegen alles arbeiten, das zukünftige Generationen bedroht. Schlussendlich ist das die Art von Welt, die meine Kinder erben sollen.“ – Agyeno Ehase, 27 Jahre aus Nigeria.

 

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