Friedensfest am Flaggentag in Mutlangen
Mehrere Dutzend Menschen engagierten sich heute am späten Nachmittag und frühen Abend beim Friedensfest der Gemeinde Mutlangen und der Pressehütte. Der Wildpflanzenpark bot den passenden Rahmen, waren doch bis Anfang der 90er Jahre dort noch die Atomraketen stationiert.
Bürgermeisterin Stephanie Eßwein betonte die Zerbrechlichkeit des Friedens und würdigte jeden Beitrag des Einzelnen, in Frieden mit sich und der Umgebung zu leben.
Hauptredner Winne Hermann, 15 Jahre Verkehrsminister in Baden-Württemberg, bekräftigte eindrücklich wie sinnlos die Hochrüstung damals war und heute wieder ist und wies jede Form von Kriegstüchtigkeit zurück. Mit der von ihm mit gegründeten Initiative Aufbruch zum Frieden sollen endlich wieder Debatten zu dem existenziellen Thema angestoßen werden. Als bekennender Pazifist betonte er die Macht der Zivilgesellschaft, wie damals in den 1980er Jahren.
Colette Eisenhuth für die Mutlanger Kirchen hielt einen schon fast spirituellen Vortrag zum Frieden auch in Bezug auf die Umgebung. Abschließend ging Christa Schmaus von der Pressehütte auf das IGH-Rechtsgutachten zur Völkerrechtswidrigkeit von Atomwaffen, Anlass des Mayors for Peace Flaggentags, sowie den Atomwaffenverbotsvertrag ein.
Hunderte, von Schulklassen wundervoll bemalte Steine, wurden anschließend als Peace Zeichen gelegt bevor es abschließend zu anregenden Gesprächen kam.
Frieden durch Begegnung!



